• Menu
  • Menu

Peter unterwegs

Vor zwei Jahren wollte ich mit dem Rad von Berlin Richtung Zentralasien fahren. Corona hat mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt, zwei Jahre später, will ich das Abenteuer nochmal wagen. Der Krieg in der Ukraine ließ mich zweifeln, ob die Reise zum jetzigen Zeitpunkt noch machbar und richtig ist. Auch wenn der Krieg in meinen Gedanken gerade allgegenwärtig ist, hab ich mich entschlossen, loszufahren. Ob meine ursprüngliche Route machbar ist, wird sich unterwegs zeigen. Auch ob es sich richtig anfühlt, werde ich unterwegs merken.

Hier möchte ich meine Gedanken und Eindrücke der Reise teilen.

Etappen

Von Juta nach Batumi

Von Juta geht es erstmal 100km auf dem gleichen Weg zurück, den ich gekommen bin. Ich erlebe wieder einige rücksichtslose Überholmanöver im Gegenverkehr, bei denen ich mich auf den Schotterstreifen retten muss. Irgendwann kann ich diese lebensgefährliche Strasse endlich auf eine...

Von Tbilisi nach Juta

Während ich darauf warte, dass mein Fahrrad repariert wird, erkunde ich weiter die Stadt. Ich schaue mir die riesigen Markthallen an, die ein Paradies für Second-Hand-Klamotten sind. Nebenan ist gleich das Stadion von Dinamo Tbilisi, die aber am Tag zuvor ihr Ligaspiel hatten. Es läuft...

Von Tmogvi nach Tbilisi

Mit gebrochener Speiche und kaputtem Hinterradlager versuche ich die 200km nach Tbilisi zu kommen. Anfangs macht das Rad noch laute Geräusche. Irgendwann sind die Lagerkugeln, glaub ich, komplett zermalmt und es wird leiser. So richtig entspannt radel ich nicht mehr, da ich damit rechne...

Von Zara nach Tmogvi

Von Zara geht es auf Autobahnen das erste mal auf über 2000m. Danach muss ich mich für eine Route Richtung Georgien entscheiden. Entweder Richtung Grenzübergang am Schwarzen Meer oder Richtung Karzachi See auf 2000m. Da ich noch nicht am Schwarzen Meer war, die Landschaft auf dem Weg...

Von Göreme nach Zara

Göreme ist eine staubige Touristenfalle, wo das meiste 2-3 mal so teuer ist, wie im Rest des Landes. Einen Abend treffe ich mich nochmal mit Sophie und Yanik zu Picknick und Bier mit Blick über die Stadt und selbst die Aussichtspunkte kosten hier Geld. Wir finden dann noch ein kostenloses...

Von Istanbul nach Göreme

Meine Ruhetage in Istanbul begeistern mich nicht sonderlich. Die Stadt ist mir zu gross, zu voll und zu zerschnitten. Ich laufe ja gern durch Städte und lasse mich treiben, was mir hier aber nicht wirklich gut gelingt. Vor ein paar Jahren im Winter war ich schon einmal in der  Stadt, da...

Vom Olymp nach Istanbul

Vom Olymp geht es nach Thessaloniki. Es ist sehr heiss und tagsüber ist es eigentlich nur bei einem Bier im Schatten oder im Museum auszuhalten. So schaue ich mir eine sehr gute Fotoausstellung an und trinke Bier in einer Taverne. Seit meiner Abreise habe ich keinen Film mehr gesehen und...

Von Metsovo zum Olymp

Nächste Sehenswürdigkeit meiner Tour ist Meteora, steile Felsen mit Klöstern auf den Gipfeln. Erst wollte ich es auslassen, da ich schon vor ein paar Jahren hier war. Aber da es sowieso auf meinem Weg zum Meer und zum Olymp (höchster griechischer Berg) liegt, bleibe ich eine Nacht in...

Von Bari nach Peshkopi

Mit der Nachtfähre geht es von Bari nach Durres in Albanien. Ein Gewitter über dem Meer bietet ein beeindruckendes Schauspiel. Die Strecke von Durres in die albanische Hauptstadt Tirana ist eine der unschönsten bisher. Schlechte, staubige Straßen mit vielen Baustellen und LKW-Verkehr sind...

Von Gargano nach Bari

Nach einem Ruhetag in dem Bungalow ist mein Magen wieder ok, auch der seltsame Ausschlag an den Füssen, der wohl nur ein etwas entzündeter Sonnenbrand war, ist wieder weg. Abends habe ich die nächste unschöne Begegnung mit einem Hund. Auf einem abendlichen Spaziergang kommt mir ein...

Von Rom nach Gargano

Mit Elisabetta und Gabriele verbringe ich einen unvergesslichen Tag in Rom. Beginnend mit einem typisch sizilianischen Frühstück und sehr spät endend mit einem nächtlichen Spaziergang durchs Zentrum. Die nächsten Tage erkunde ich noch auf eigene Faust weiter die Stadt und erklimme die...

Von San Marino nach Rom

Nächstes Ziel ist Rom. Dazu muss ich durch die Apenninen, die Gebirgskette, die fast ganz Italien durchzieht. Die Gegend ist sehr grün und dünn besiedelt. Ich muss eine Menge Höhenmeter hinter mich bringen. Trotz der dünnen Besiedelung gestaltet sich die Zeltplatzsuche schwierig. Jedes...

Von Venedig nach San Marino

Bevor ich Venedig verlasse, nehme ich die Fähre nach Burano, eine kleine Insel in der Lagune, auf der die Häuser bunt angestrichen sind und jedes eine andere Farbe als das Nachbarhaus hat. Auch hier gibt es den obligatorischen schiefen Turm. Ich kannte vor der Reise nur den von Pisa, hab...

Von Innsbruck nach Venedig

Von Innsbruck geht es den Brennerpass hoch. Wetter ist schlecht, aber die Beine sind gut und so fahr ich hinterm Pass noch ein ganzes Stück nach Südtirol rein. Durch das Pustertal geht es bis Toblach. Es gibt viele sehr hübsche Orte, aber ich kann dem Radfahren in den Alpen bis hierher...

Von Nürnberg nach Innsbruck

Die zwei Tage Ruhe taten meinem Knie ganz gut und ich folge ab Nürnberg eine ganze Weile Flüssen und Kanälen, so dass es keine grösseren Steigungen gibt und ich das Knie weiter etwas schonen kann. Zur Unterstützung hat mir Jörg auch noch eine Kniebandage mitgegeben. Bis München ist die...

Von Leipzig nach Nürnberg

Hinter Leipzig geht es bei miesem Wetter weiter durch unwirtliche Kohletagebaugebiete. Am Morgen von Tag 5 stelle ich fest, dass meine Schalthebel vorn etwas locker sind und ich will sie fest schrauben. Dabei zerlegt es den Schalthebel für die vorderen Kettenblätter. Der nächste...

Durch Tagebaulandschaften nach Leipzig

Etappen 2 und 3 führen mich durch von der Braunkohleförderung geprägte Landschaften. Die riesigen Baggerlöcher sind mittlerweile geflutet und es sind schon teilweise ganz schöne Erholungsgebiete draus geworden. Ich besuche Ferropolis, wo im Sommer Musikfestivals stattfinden und dann geht...

Tag 1

Ich bin also wirklich losgefahren und liege jetzt an einem alten Militärflughafen irgendwo in Brandenburg in meinem Schlafsack unterm Sternenhimmel. Nachdem ich mich in den letzten Tagen von Familie und Freunden verabschiedet habe, das Fahrrad bei Antrieb nochmal auf Vordermann hab...

Die Route

Ich hab nur eine grobe Routenplanung gemacht. Ich möchte mich auch treiben lassen und gucken wo es mich hin verschlägt. Ursprünglich ist der Plan, von meiner Haustür in Berlin-Friedrichshain loszuradeln, durch Deutschland, über die Alpen, durch Italien, mit der Fähre nach Kroatien, dann...

Die Reise

Alle paar Jahre hab ich das Bedürfnis, längere Zeit meinen Alltagstrott zu verlassen und was von der Welt zu sehen; den Weltschmerz vergessen, den ganzen Tag draußen sein, neue Länder, Landschaften und Menschen kennenlernen. Außerdem will ich auf diesem Trip Freunde besuchen, Berge...