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Von Venedig nach San Marino

Bevor ich Venedig verlasse, nehme ich die Fähre nach Burano, eine kleine Insel in der Lagune, auf der die Häuser bunt angestrichen sind und jedes eine andere Farbe als das Nachbarhaus hat. Auch hier gibt es den obligatorischen schiefen Turm. Ich kannte vor der Reise nur den von Pisa, hab jetzt aber schon einige andere gesehen.

Dann geht es  immer am Meer entlang, erst durch schöne Landschaften im Po Delta, dann durch die Lagunenlandschaft von Comacchio, wo ich Flamingos beobachten kann.

Es geht durch langgestreckte Badeorte wo wenig los ist und ich mich im Meer erfrische. Bei einer kurzen holprigen Abfahrt bricht mein hinterer Alu-Gepäckträger unten an der Rahmenbefestigung. Auf der Fahrt bis zum nächsten Fahrradladen in Ravenna, auf der ich jeden Huckel vermeide, hält er glücklicherweise noch durch. Die Casa del Ciclo ist wieder ein Glücksfall. Es ist Samstag Nachmittag und der Laden ist gut besucht. Die nette Dame findet einen passenden Stahl-Gepäckträger für mich und fragt, ob ich ihn selbst montieren kann. Ich bejahe und darf es in der Fahrradwerkstatt machen, wo der Vater, ein ehemaliger Rennradprofi, der mal 24. beim Giro d‘Italia wurde, und die Tochter neben mir an Rädern schrauben. Sie wollen mich auch gleich als Mechaniker dabehalten, aber ich fürchte ich bin zu langsam für den Job.

Von Ravenna, das für seine Mosaiken bekannt, geht es wieder Richtung Meer. Ich komme durch einen wunderschönen Wald, wo massenweise Champignons direkt am Weg wachsen. Ich nehme für das Abendessen ein paar mit. Hinter dem Wald überrascht mich dann nochmal eine traumhafte Lagune mit Flamingo-Kolonie und ich bin wirklich froh das Fernglas mitgenommen zu haben. Kurz vor dem Meer begegnen mir nich zwei Fasane und der krönende Abschluss des Tages ist mein Schlafplatz an einem wilden Strand unter einem gemütlichen Verhau aus Treibholz.

Am nächsten Tag geht es nach San Marino, ein Zwergstaat, den es schon seit dem Jahre 301 gibt. Grund meines Besuchs ist die Erklimmung des Monte Titano, der mit 739m der höchste des Landes ist. Steile Rampen sind zu bewältigen und nach Zeltaufbau auf dem einzigen Campingplatz des Landes geht es weiter zu Fuss, durch die hübsche Stadt San Marino, auf den Gipfel, auf dem sich eine beeindruckende Burganlage befindet.

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